EXPOSE

Manifest

EXPOSE ist keine Organisation.
Es ist keine Bewegung.
Es ist keine Vertretung.

EXPOSE verlangt keine Mitgliedschaft
und erzeugt keine Zugehörigkeit.

Es hat keinen Führer,
keinen Sprecher,
kein Programm.

EXPOSE entsteht als individuelle Geste
und bleibt es.

Es schlägt keine Idee vor, der man folgen soll,
sondern eine Bedingung, die man ausüben soll:
den Blick.

Sehen ist nicht neutral.
Sehen ist ein Akt der Verantwortung.

Jedes Mal, wenn der Blick fehlt,
wird der andere reduziert.
Und wo der andere reduziert wird,
wird Krieg möglich.

EXPOSE existiert, um diesen Übergang zu stoppen.
Nicht durch Handlung,
sondern durch Aufmerksamkeit.

Das Zeichen von EXPOSE
kommuniziert keine Identität.
Es macht eine Wahl sichtbar.

Wer es verwendet,
spricht nicht im Namen von EXPOSE.
Er bezeugt nur
seine eigene Art, in der Welt zu sein.

EXPOSE lehnt Ausstellung ab,
Vereinfachung,
Propaganda.

Wenn es zum Spektakel wird,
entleert es sich.

Wenn es Geste bleibt,
bleibt es wahr.

EXPOSE verspricht keine Transformationen.
Es garantiert keine Ergebnisse.
Es misst keine Effekte.

Schaue ich den anderen an
oder projiziere ich auf ihn?